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Cyber-Lagebild24. August 2026 · 3 Min. Lesezeit

Nach Meldewoche 33: Drei konkrete Schritte für KMU

Kurz zusammengefasst

Die BACS-Meldestatistik der Woche 33/2026 verzeichnet 1'093 Meldungen, angeführt von Phishing mit 215 Fällen. Schweizer KMU sollten diese Woche drei Massnahmen umsetzen: Phishing-Erkennung im Team mit einem Test schärfen, Backups mit einem echten Restore prüfen und Zugänge in besonders betroffenen Branchen wie Manufacturing und Technology kontrollieren. Ransomware.live zählt dafür 97 Schweizer Fälle in zwölf Monaten.

Das Bundesamt für Cybersicherheit verzeichnete in der Meldewoche 33 des Jahres 2026 insgesamt 1'093 Meldungen, angeführt von Phishing mit 215 Fällen, Abofallen mit 119 Fällen und allgemeinem Spam mit 97 Fällen. Parallel dokumentiert ransomware.live für die Schweiz 97 Ransomware-Fälle in den letzten zwölf Monaten, mit Manufacturing, Technology und Professional Services als am häufigsten betroffenen Branchen. Aus diesen beiden Datenquellen lassen sich für Schweizer KMU drei konkrete Schritte ableiten, die sich innerhalb weniger Tage umsetzen lassen.

Was zeigt die BACS-Meldestatistik der Woche 33/2026?

Von den 1'093 gemeldeten Vorfällen der Woche 33/2026 entfielen 215 auf Phishing im engeren Sinn, 119 auf Abofallen und 97 auf allgemeinen Spam, wie das Bundesamt für Cybersicherheit ausweist.

Die Phishing-Meldungen liegen damit 20 Prozent unter dem Wert der Vorjahreswoche, was auf eine gewisse Sättigung bei den Meldezahlen hindeuten kann, ohne dass sich daraus zwingend ein Rückgang der tatsächlichen Angriffe ableiten lässt.

Parallel dazu dokumentiert ransomware.live für die Schweiz 236 Ransomware-Fälle insgesamt, davon 32 in den letzten 90 Tagen und 97 in den letzten zwölf Monaten, Stand 24. August 2026. Diese zwei Datensätze zusammen zeigen, dass Massenphishing zahlenmässig dominiert, während Ransomware mit deutlich weniger Fällen die grösseren Einzelschäden verursacht.

Hintergründe zur Meldepflicht und zur Einordnung der BACS-Zahlen für Schweizer KMU liefert der Beitrag zur Meldestatistik, inklusive Erläuterung, wann eine Meldung tatsächlich verpflichtend ist.

1'093
Meldungen in Woche 33/2026Bundesamt für Cybersicherheit, Woche 33/2026

Der erste Schritt ist ein Phishing-Test für das gesamte Team

Der erste Schritt ist ein simulierter Phishing-Test, der noch diese Woche an alle Mitarbeitenden versendet und dessen Klickquote dokumentiert wird.

IT-Verantwortliche sollten dabei auch an Abofallen erinnern, da diese Kategorie in Woche 33/2026 mit 119 Meldungen die zweithäufigste war, direkt nach Phishing. Eine kurze Checkliste mit typischen Merkmalen wie versteckten Kosten oder künstlichem Zeitdruck reicht dafür meist aus.

Erfolgreich ist die Massnahme, wenn die Klickquote beim nächsten Test sinkt und Mitarbeitende verdächtige Nachrichten aktiv über den internen Meldeweg zurückmelden, statt sie zu ignorieren. Auch eine kurze Rückmeldung an das Team, welche Warnsignale den simulierten Test entlarvt hätten, erhöht den Lerneffekt für künftige Angriffe.

Einen priorisierten Massnahmenkatalog für diesen Einstieg beschreibt der Leitfaden für den Basisschutz.

Der zweite Schritt ist ein echter Restore-Test aus dem Backup

Der zweite Schritt ist ein echter Restore-Test, bei dem mindestens ein kritisches System vollständig aus dem Backup zurückgespielt und die Zeit bis zur Betriebsbereitschaft gemessen wird.

Diese Übung ist besonders relevant, weil ransomware.live für die Schweiz 32 Ransomware-Fälle in den letzten 90 Tagen dokumentiert, also im Schnitt mehr als drei Fälle pro Woche, Stand 24. August 2026.

Erfolgreich ist der Test, wenn die gemessene Wiederherstellungszeit mit der eigenen Toleranz für einen Betriebsunterbruch verglichen und dokumentiert wird. Eine ungetestete Backup-Strategie zeigt ihre Lücken meist erst im Ernstfall, wenn eine Wiederherstellung unter Zeitdruck erfolgen muss.

32
Ransomware-Fälle in der Schweiz in den letzten 90 Tagenransomware.live, Stand 24. August 2026

Der dritte Schritt ist eine Zugangsprüfung in besonders betroffenen Branchen

Der dritte Schritt ist eine gezielte Prüfung der externen Zugänge und administrativen Konten in den Branchen, die laut ransomware.live am häufigsten von Ransomware betroffen sind.

In den letzten zwölf Monaten entfielen 21 Schweizer Ransomware-Fälle auf Manufacturing, 18 auf Technology und 17 auf Professional Services, deutlich vor Healthcare mit 8 und Retail & E-Commerce mit 7 Fällen. Aktiv waren dabei vor allem die Gruppen Akira mit 16 und Qilin mit 10 dokumentierten Fällen.

Betriebe dieser Branchen sollten diese Woche prüfen, welche Konten Fernzugriff auf Produktionssysteme, Quellcode-Repositorien oder Mandatsdaten besitzen und wo Mehrfaktor-Authentifizierung noch fehlt. Eine vertiefte Einordnung der betroffenen Branchen liefert der Beitrag zu den meistbetroffenen Branchen.

97
Ransomware-Fälle in der Schweiz in den letzten zwölf Monatenransomware.live, Stand 24. August 2026

Welcher erste Schritt lohnt sich diese Woche am meisten?

Der Phishing-Test lohnt sich zuerst, weil er innerhalb weniger Tage durchführbar ist und sofort eine messbare Kennzahl liefert.

Wo noch kein interner Meldeweg für verdächtige E-Mails existiert, sollte dieser vor dem Test festgelegt werden, damit die Rückmeldungen der Mitarbeitenden überhaupt ausgewertet werden können. Danach folgt der Restore-Test aus dem Backup, anschliessend die Zugangsprüfung in den Branchen mit erhöhtem Ransomware-Risiko.

Diese Reihenfolge orientiert sich am Aufwand: Der Phishing-Test ist am schnellsten umsetzbar, der Restore-Test benötigt Zugriff auf eine Testumgebung, und die Zugangsprüfung erfordert eine vollständige Kontoübersicht.

Wer alle drei Schritte innerhalb von zwei Wochen abschliesst, hat einen belastbaren Ausgangspunkt für die weitere Sicherheitsplanung geschaffen. Der konkrete erste Schritt für diese Woche: einen simulierten Phishing-Test an alle Mitarbeitenden versenden und die Klickquote dokumentieren.

Häufige Fragen

Wie viele Meldungen registrierte das BACS in Woche 33/2026?

Das Bundesamt für Cybersicherheit erfasste in der Meldewoche 33 des Jahres 2026 insgesamt 1'093 Meldungen. Davon betrafen 215 Fälle Phishing, 119 Fälle Abofallen und 97 Fälle allgemeinen Spam. Die Phishing-Meldungen lagen damit rund 20 Prozent unter dem Wert der Vorjahreswoche, was auf eine gewisse Sättigung bei den Meldezahlen hindeutet.

Wie viele Ransomware-Fälle gab es in der Schweiz im letzten Jahr?

Laut ransomware.live wurden in der Schweiz in den letzten zwölf Monaten 97 Ransomware-Fälle dokumentiert, bei insgesamt 236 Fällen seit Beginn der Erfassung. In den letzten 90 Tagen kamen 32 weitere Fälle hinzu, was im Schnitt mehr als drei Vorfällen pro Woche entspricht. Stand der Daten ist der 24. August 2026.

Welche Branchen sind in der Schweiz am stärksten von Ransomware betroffen?

In der Schweiz waren in den letzten zwölf Monaten Manufacturing mit 21 Fällen, Technology mit 18 Fällen und Professional Services mit 17 Fällen am häufigsten von Ransomware betroffen, deutlich vor Healthcare mit 8 und Retail & E-Commerce mit 7 Fällen. Die aktivsten Tätergruppen waren Akira mit 16 und Qilin mit 10 dokumentierten Fällen.

Wie funktioniert ein Restore-Test für Backups?

Bei einem Restore-Test wird mindestens ein kritisches System vollständig aus dem vorhandenen Backup zurückgespielt, statt nur die Sicherung selbst zu prüfen. Gemessen wird die Zeit bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft. Dieses Ergebnis wird anschliessend mit der eigenen Toleranz für einen Betriebsunterbruch verglichen, um Lücken in der Backup-Strategie vor einem echten Vorfall zu erkennen.

Was sollten KMU als ersten Schritt gegen Phishing unternehmen?

Als ersten Schritt sollten KMU einen simulierten Phishing-Test an alle Mitarbeitenden versenden und die Klickquote dokumentieren. Ergänzend lohnt sich eine kurze Schulung zu Merkmalen von Abofallen, etwa versteckten Kosten oder künstlichem Zeitdruck. Ein interner Meldeweg für verdächtige Nachrichten sollte vorher festgelegt sein, damit Rückmeldungen der Mitarbeitenden ausgewertet werden können.

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und freigegeben. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei n'cloud.swiss AG.